Music Box
Nachbau einer mechanischen Spieluhr inspiriert von Martin Molin (Wintergatan).
Nicht meine Idee.
Inspiriert von der Arbeit des schwedischen Musikers und Hobby-Ingenieurs Martin Molin baute ich meine eigene Version seiner »music box«. Eine elektrisch angetriebene Walze zieht einen gelochten Papierstreifen durch eine mechanische Spieluhr.

Analoges MIDI
Zuerst entwickelte ich eine »digitale Version« der Spieluhr: Ich nahm alle einzelnen Töne auf (die Spieluhr ist fest auf C-Dur eingestellt) und erstellte daraus einen MIDI-Track. Das Ergebnis druckte ich auf Vorlagen aus und übertrug das Muster auf die Papierstreifen für die Spieluhr. Ein »to-lasercut« Script wäre ein schönes Seitenprojekt für die Zukunft.

Mechanik
Den fertigen Musikstreifen (ca. 3,5 m lang) wickelte ich auf eine Holzwalze. Er läuft durch die eigentliche Spieluhr – diese hängt an Gummibändern und wird von einem Kontaktmikrofon abgenommen – in einen Transportmechanismus aus vier edelstahlbeschichteten Rollen. Ein drehzahlgeregelter 12-V-Gleichstrommotor sorgt für den Antrieb. Auf der Rückseite brachte ich eine 6,3-mm-Klinkenbuchse an, um das Signal in einen Verstärker oder ein Audio-Interface zu leiten.




Verbesserungen und Nachspiel
Die Konstruktion funktioniert zwar wie vorgesehen, aber einiges ließe sich verbessern. Das Signal-Rausch-Verhältnis ist noch nicht optimal, und die Aufhängung ist etwas zu locker – das geht auf Kosten der zeitlichen Präzision.
Trotzdem nutze ich die selbstgebaute Spieluhr seither regelmäßig. Sie liefert einfach eine sehr authentische Aufnahme des Glockenklangs einer echten Spieluhr.