Vienna Design Week Signage System
Entwicklung eines Leitsystems für Besucher·innen der Vienna Design Week 2025.

Als Teil des Designkollektivs Gemeindebau entwickelte ich gemeinsam mit Max Kure und Anton Posch das Leitsystem für die Vienna Design Week 2025 – Österreichs größtes Designfestival mit rund 50.000+ Besucher·innen. Die Festivalgrafik gestalteten Fredmansky
Ein temporäres Zuhause
Der Veranstaltungsort war die Wiedner Hauptstraße 52 im 4. Wiener Bezirk: eine ehemalige Autowerkstatt mit Verkaufsräumen, die für das Festival umgenutzt wurde. Die ersten Pläne und Spuren zeigten uns, dass hier einst das Gasthaus »Zur grünen Weintraube« beheimatet war – eine Institution des Viertels, deren Geister man noch in dem Gerippe des Gebäudes spürt.

Der Raum ist geborgt, nicht vereinnahmt, und das Festival behandelt ihn entsprechend. Jedes Element verstand sich als Gast – freistehend, adaptiv, dem Charakter und den Gegebenheiten des Raumes folgend, anstatt eigene aufzudrängen.
Drei Teile, eine Funktion
Wir entwickelten wir ein freistehendes Pfostensystem, das überall auf dem Boden platziert werden konnte. Das Design bestand aus drei Teilen: eine im Boden verankerte Klemme, einen eingesägten Rundholzstab und einsteckbare Informationstafeln. Dieselben Komponenten funktionieren am Eingang, in einer Halle oder direkt neben einem einzelnen Exponat.

Der Ansatz folgt einem Prinzip, das wir aus unserer Arbeit an der Klima Biennale übernommen haben: die Anzahl der Komponenten bleibt niedrig. Weniger Teile bedeutet schnelleren Aufbau, weniger variabler Abfall und ein System, das wachsen oder schrumpfen kann, während sich das Programm ändert – ohne dass jedes Mal neue Produktion nötig wird.
Die Umsetzung
Das Design war nur die halbe Miete. Unsere Rolle umfasste auch die Koordination zwischen dem Festivalteam, dem Grafikpartner Fredmansky und der Druckerei. Von den ersten Ortsbegehungen bis zur Installation.
Credits
Vienna Design Week, Fredmansky, Grafik, PerfectCut, Druck, Gemeindebau: Max Kure, Anton Posch, Besonderen Dank an Fabio Spink und Lucy Li